In unserer Sektion wird Inklusion gelebt

Vor spektakulärer Kulisse wurde am 11. Mai 2013 zum vierten Mal der „Ehrenamtspreis Sport“ von der Stadt Karlsruhe und dem Sportkreis Karlsruhe verliehen. Dieses Jahr würdigte der Ehrenamtspreis besondere Leistungen im Bereich Sport und Inklusion.

Den ersten Preis staubten dabei zwei besonders engagierte Mitglieder unserer Sektion ab: Frauke Zahradnik und Matthias Henn, die Leiter der inklusiven Klettergruppe. Die wöchentliche inklusive Klettergruppe – unterstützt durch engagierte Mitglieder der Hochtouren- und Klettergruppe, gemeinsame Weihnachtsfeiern sowie eine geplante inklusive Ausfahrt ins Ötztal sind einige Angebote, die zeigen, dass in unserem Verein Inklusion selbstverständlich ist.

Matthias Henn, der sämtliche gemeinsame Angebote für Menschen mit und ohne Einschränkungen in der Sektion Karlsruhe koordiniert, hat noch viel vor: In Planung ist ein erlebnispädagogischer Tag für Kinder mit und ohne Einschränkungen, in Kooperation mit der Lebenshilfe, sowie der Aufbau einer inklusiven Jugendgruppe.

Vor Anpfiff des letzten Saison-Heimspiels des KSC gegen Rostock erhielten Frauke und Matthias im Wildparkstadion Urkunden und jeweils ein Preisgeld von 500 Euro für ihr persönliches ehrenamtliches Engagement. Susanne Schätzle, unsere 1. Vorsitzende, nahm den Preis für den Verein entgegen.

„Inklusion wird in Karlsruhe wirklich gelebt. Die Geehrten gehören zu jenem Kreis, der sich in vorbildlicher Weise engagiert. Mit ihrem hohen persönlichen Einsatz tragen sie zur Inklusion im Sport bei. Soziales und Sport wird hier auf beste mögliche Weise vernetzt“, betonte der Sport- und Sozialdezernent Dr. Martin Lenz.

Auch KSC-Manager Oliver Kreuzer und Präsident Ingo Wellenreuther zollten den Preisträgern ihren Respekt. Ebenso wie OB Mentrup, der nach der Ehrung betonte: „Dies ist ehrenamtliches Engagement wie es beispielhafter kaum sein könnte.“

Bei so viel Lob strahlten die beiden Sieger über beide Ohren:
„Gerade im Sport erlebt jeder mal Einschränkungen - wenn dann jeder das leisten kann, was eben gerade geht, ist schon viel gewonnen. Unsere inklusive Klettergruppe ist jedenfalls alles außer gewöhnlich und das macht Spaß.“ meint Frauke Zahradnik und Matthias Henn bekräftigte: „Es macht Freude zu sehen, wie ein Miteinander von Menschen mit und ohne Einschränkungen nach und nach Normalität wird. Dazu braucht es die Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen, auszuprobieren und dazuzulernen, die im Alpenverein Karlsruhe von Anfang an vorhanden war. Dieser Weg war, ist und wird nicht einfach, liegt aber in unser aller Interesse, denn wie man es auch dreht und wendet - irgendwann im Leben sind wir alle “eingeschränkt“.

Bei den Vereinen kam die Turnerschaft Durlach (TSD) auf den ersten Platz. Der zweite Platz ging an den PSV Karlsruhe für sein Projekt „Rolli Kids“. Auf Rang drei landete unsere Sektion für einen besonderen Kletterkurs für Menschen mit Behinderung.

Eine besondere Würdigung gilt in diesem Zusammenhang auch der Humanitären Botschaft e. V. und Carsten de la Porte, Geschäftsführer von „Cent hinterm Komma e.V.“. Für das Projekt der neigbaren Kletterwand konnte er zahlreiche Sponsoren gewinnen. Mit dem Bau dieser  Kletterwand innerhalb der Kletterhalle wurde ein Meilenstein in der Umsetzung der Inklusion im  DAV Karlsruhe gesetzt. Ebenso von unschätzbarem Wert war die Unterstützung des Projekts durch den damaligen 1. Vorsitzenden des DAV Karlsruhe, Andreas Henn, der den damaligen Vorstand von dieser Idee überzeugen konnte Durch die neigbare Wand ist es möglich, dass auch Menschen mit starken Einschränkungen wie z. B. Rollstuhlfahrer sich den Reiz des Vertikalen erschließen können. Auch von Kindern mit und ohne Einschränkung wird diese Wand stark genutzt.

Des Weiteren bedankt sich die Sektion bei all den anderen regelmäßigen sowie gelegentlichen Helfern für Ihr Engagement – wir sind unglaublich stolz auf euch!

Die Inklusive Klettergruppe freut sich riesig. Foto: Susanne Schätzle